Neue Perspektiven schaffen

Unser Behandlungsansatz – So individuell wie Sie es sind

Jeder Mensch ist einzigartig – ebenso wie jede psychosomatische Erkrankung.
Basierend auf wissenschaftlich bewährten Methoden stellen wir die Therapie für jeden Patienten individuell so zusammen,
dass sie auf sein Krankheitsbild und seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Unsere Bezugsteams: fachlich kompetent und persönlich für Sie da

Jeder Patient wird bei uns von einem Bezugsteam aus Ärzten und Therapeuten während seines gesamten Aufenthalts in der Klinik begleitet. Da eine vertrauensvolle Bindung zwischen Patient und Behandelnden eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg ist, achten wir beim Zusammenstellen der Teams darauf, dass Behandelnder und Patient menschlich zusammenpassen. Jeder Einzelne im Team bringt unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ein – so können wir gewährleisten, dass unsere Patienten umfassend, individuell und kompetent betreut werden.

Praxis und Wissenschaft unter einem Dach

Unser Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen. Hierfür können wir auf mehr als 50 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Dabei sorgt unser wissenschaftlicher Beirat dafür, dass wir immer auf dem neusten Stand der Wissenschaft sind. Zudem ermöglicht uns der Austausch mit anderen führenden Köpfen der Dialektisch-Behavioralen Therapie und der CIP Akademie die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Behandlungskonzepte. Und auch wir leisten unseren Beitrag zur Wissenschaft: Seit 2012 betreut Dr. Kathrin Thrum, leitende Psychologin der CIP Klinik Dr. Schlemmer, eine umfangreiche klinische Studie zur Behandlung depressiver Störungen.

Von den Erfahrungen anderer lernen

Ein zentrales Element der Behandlung in der CIP Klinik Dr. Schlemmer ist die Einzeltherapie mit zwei Sitzungen pro Woche. Darüber hinaus finden regelmäßig Gruppensitzungen statt. Aufgrund unserer Größe und Struktur können wir oftmals mit geschlossenen Gruppen arbeiten, in denen dieselben Patienten von der ersten bis zur letzten Sitzung zusammenbleiben. So entsteht ein intensives Zusammengehörigkeitsgefühl, und die Patienten profitieren von den Erfahrungen der anderen.

Neben den Einzel- und Gruppensitzungen arbeiten wir mit weiteren Therapieformen wie Achtsamkeitspraxis und Bewegungstherapie, um wichtige Fertigkeiten zu vermitteln, die den Umgang mit Gefühlen, Stress und anderen Menschen im Alltag erleichtern.


  • Stressbewältigungstraining: In dieser Gruppe erlernen Sie Strategien im Umgang mit Stress.
  • Selbstsicherheitstraining: Hier üben wir, eigene Ansprüche zu formulieren, uns frei zu äußern und uns auf angemessene Art und Weise durchzusetzen.
  • Schemagruppe: Indem wir Verhaltensschemata erkennen, können wir unerwünschte Verhaltensweisen verändern.
  • Fertigkeiten-Training (Skills-Training): Hier trainieren wir Alltagsfertigkeiten wie innere Achtsamkeit, bewusster Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz und zwischenmenschliche Fertigkeiten.
  • Depressionsgruppen: In dieser Gruppe lernen Sie, die eigene depressive Störung und ihre möglichen Ursachen und Folgen besser zu verstehen und zu akzeptieren.
  • Körperpsychotherapie: Indem Sie den eigenen Körper wahrnehmen, lernen Sie Bewegung als Grundlage Ihres Denkens, Fühlens und Handelns zu verstehen.
  • Kunsttherapie: In dieser Gruppe drücken wir uns gestalterisch aus, um innere Prozesse sichtbar zu machen und mit uns selbst sowie anderen in Kontakt zu treten.
  • Soziotherapeutische Gruppen: Hier erlangen Sie Fertigkeiten, die Ihnen die Rückkehr in den Alltag erleichtern.
  • Achtsamkeitspraxis: Das Ziel dieser Gruppe ist es, Stress im Alltag durch bewusste Achtsamkeit besser bewältigen zu lernen.
  • Entspannungstraining: Hier wollen wir eine Balance finden, um dem Alltagsstress besser begegnen zu können.
  • Bewegungstherapie: In dieser Gruppe lernen Sie Bewegung zu nutzen, um ein besseres Verständnis für sich selbst und das eigene Verhalten zu erlangen.

Ergänzt wird die Behandlung durch:

  • Milieutherapie: Es ist uns wichtig, dass Sie sich nicht ausschließlich mit ihren Problemen und Symptomen beschäftigen, sondern durch gemeinsame Freizeitaktivitäten (u.a. Kochen, Essen und Ausflüge) das menschliche Miteinander erleben und genießen.
  • Regelmäßige Chefarzt-/Oberarztvisiten
  • Familien- und Paargespräche

Ihre Therapie: wissenschaftlich fundiert, individuell zugeschnitten

In den vergangenen Jahren haben wir ein erfolgreiches Modell erarbeitet, mit dem wir Depressionen deutlich effektiver behandeln können.

Das Differentielle-Dialektische Modell der Depression (DDMD) unterteilt Depressionen in unterschiedliche Typen und erleichtert Therapeuten-Patienten-Gespräche über die Erkrankung.

Für die Behandlung haben wir das Therapeutische Training zur Reaktivierung und Erleichterung Emotionaler Prozeduren (TREEP) entwickelt. Es bietet für jeden Depressionstyp ein spezielles Behandlungsprogramm und orientiert sich an der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), einer bewährten Form der Verhaltenstherapie. Unsere Patienten lernen, ihr Verhalten schrittweise ‚umzuprogrammieren‘, um Alltagssituationen besser zu meistern.*

* Reicherzer, Markus: Depressive Störungen: Differentielle manualisierte Behandlung mit Skillstraining und Psychoedukation, 2017 im Schattauer Verlag erschienen

Was und wie wir behandeln

Mit 129 Therapieplätzen können wir in der Schlemmer Klinik das gesamte Spektrum der psychosomatischen Medizin anbieten. Basierend auf bewährten Therapiemethoden und unserer langjährigen Erfahrung als Spezialklinik für Psychosomatik stellen wir die Therapie für jeden Patienten individuell so zusammen, dass die auf sein Krankheitsbild und seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.


Wenn die Niedergeschlagenheit nicht mehr vergehen will

Wir alle fühlen uns manchmal niedergeschlagen und antriebslos. Was aber, wenn dieses Gefühl nicht mehr verschwindet? Wer unter einer Depression leidet, schafft es oft nicht mehr, ganz alltägliche Dinge zu bewältigen. Alles erscheint aussichtslos. Doch das ist nicht der Fall: Depressionen können heute gut behandelt werden.

Dabei ist Depression nicht gleich Depression: Es gibt verschiedene Formen, die auch unterschiedliche Therapieansätze erfordern:

  • Typ 1: Qualitative Last
  • Typ 2: Quantitative Last
  • Typ 3: Historische Last
Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Wir arbeiten mit dem Differentiellen-Dialektischen Modell der Depression (DDMD), das Depressionen in unterschiedliche Gruppen – darunter auch Burnout – einteilt.

Die Behandlung unserer Patienten baut auf dem bewährten Konzept der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) auf, das stark auf Verhaltenstherapie setzt. Wir haben diese Therapie weiterentwickelt und für die Behandlung von depressiven Störungen angepasst.

Das Therapeutische Training zur Reaktivierung und Erleichterung Emotionaler Prozeduren (TREEP) ist eine innovative Therapie, die auf den einzelnen Depressionstyp zugeschnitten und innerhalb weniger Wochen erfolgreich umgesetzt werden kann.

Wenn innere Spannungen nicht mehr
abgebaut werden können

Unsere Persönlichkeit wird im Laufe des Lebens von äußeren und inneren Umständen bzw. Erfahrungen geprägt. Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben sich darüber Eigenschaften und Verhaltensmuster angeeignet, die sie stark in ihrem Alltag und ihren zwischenmenschlichen Beziehungen beeinträchtigen.

Sie erleben oft extreme emotionale Schwankungen, die zu starken innerlichen Anspannungen führen. Häufig nutzen Borderliner selbstschädigende Verhaltensweisen, z. B. das Ritzen der Haut, um die unerträgliche Anspannung abzubauen. Bei der Entstehung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen spielen häufig prägende Kindheitserfahrungen eine wichtige Rolle.

Dialektisch-Behaviorale Therapie für Borderline-Persönlichkeitsstörungen (DBT-B)

Wir behandeln unsere Patienten mithilfe der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Borderline-Persönlichkeitsstörungen (DBT-B), einer nach Leitlinien bewährten Methode. Sie zielt darauf ab, Selbstmordgedanken und zerstörerische Verhaltensmuster zu reduzieren, das Selbstwertgefühl zu stärken und ungünstige Denkmuster ins Positive zu verändern.

Unsere Station für Borderline-Patienten ist durch den Deutschen Dachverband DBT e. V. nach den Richtlinien der Dialektisch-Behavioralen Therapie zertifiziert.

Wenn die Seele zu ‚verhungern‘ droht

Essen ist nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele. Essen kann Genuss und Sinnlichkeit sein. Oder – bei einer Essstörung – genau das Gegenteil: Die Seele droht zu ‚verhungern‘ , obwohl sich alle Gedanken nur noch ums Essen drehen. Das Selbstbild ist verzerrt, und Betroffene versuchen, einen inneren Druck über das Essverhalten zu regulieren. Die häufigsten Arten sind Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa), die nicht nur die Seele, sondern auf Dauer auch den Körper schädigen.

Kombinierte Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Für die Behandlung unserer Patienten mit Essstörungen kombinieren wir verschiedene bewährte Behandlungsmethoden – je nach Essstörung, Persönlichkeit und Bedürfnissen des Patienten. Auch hier spielt die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) mit ihrem Fokus auf Verhaltenstherapie eine wichtige Rolle.

Wenn extreme Belastungen
zum Trauma werden

Extreme Belastungen oder Erfahrungen können Krisen auslösen. Das Erlebte kehrt oft in Träumen wieder und kann ohne eine psychologische Betreuung nicht bewusst verarbeitet werden.

Wir behandeln Frauen mit schweren Traumafolgestörungen nach sexueller oder schwerer körperlicher Gewalt in der Kindheit, Jugendzeit oder frühem Erwachsenenalter und Frauen mit einmalig erlebten Traumata (z. B. Vergewaltigung, Raubüberfall, Verkehrsunfall).

Hinweis: Das Angebot richtet sich ausschließlich an Frauen.

Dialektisch-Behaviorale Therapie für Posttraumatische Belastungsstörungen (DBT-PTSD)

Die Behandlung unserer Patientinnen mit traumatischen Erlebnissen basiert auf der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Posttraumatische Belastungsstörungen (DBT-PTSD), einer speziellen Form der Verhaltenstherapie für Traumastörungen.

Wenn Schmerzen und Angst überhandnehmen

Wir behandeln in unserer Klinik auch Schmerz-, Angst- und funktionelle Störungen sowie weitere psychosomatische Erkrankungen. Bei der Behandlung dieser oft sehr individuellen Krankheitsbilder profitieren Patienten von unserer langjährigen Erfahrung in der Psychosomatik. 

Persönlicher Behandlungsplan

Um die Erkrankung richtig einzuordnen, setzen wir auf eine ausführliche diagnostische Einschätzung zu Beginn des stationären Aufenthaltes. In einer Fallkonferenz von Fachärzten und Psychologen wählen wir anschließend die passende störungsorientierte Betreuung und erstellen einen persönlichen Behandlungsplan.

Ihr Tagesablauf in der Klinik

Wir sind davon überzeugt, dass klare Strukturen im Tagesablauf wichtig für den Behandlungserfolg sind, dass aber auch trotz fester Therapie- und Essenszeiten genügend Freiraum für persönliche Auszeiten, körperliche Aktivitäten an der frischen Luft und Besuche bleiben sollte.

Fest zur Therapie gehört die Einzel-Psychotherapie mit regulär zwei Sitzungen pro Woche. Darüber hinaus arbeiten wir in Gruppen, die wir oftmals als geschlossene Gruppen anbieten. Dabei bleibt eine Gruppe von der ersten bis zur letzten Sitzung zusammen; das bedeutet, dass die Patienten von den Erfahrungen anderer lernen, sich gegenseitig motivieren und gemeinsam Fortschritte erleben können.

Ergänzend wollen wir Ihnen im Lauf Ihres Aufenthalts bei uns Strategien vermitteln, die Ihnen den Umgang mit Gefühlen, Stress und anderen Menschen erleichtern. Das Ziel ist es, Ihnen ein Rüstzeug für die Zeit nach Ihrem Aufenthalt bei uns an die Hand zu geben und Ihnen so die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.